SEPA

Der Begriff SEPA steht für Single Euro Payments Area und bezeichnet einen einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum. Auch in Österreich wurde damit ein einheitliches, europaweit gültiges Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr eingeführt. In diesem Euro-Zahlungsraum werden keine Unterschiede mehr zwischen inländischen und grenzüberschreitenden bargeldlosen Zahlungen in EURO (Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen) gemacht. So wird in diesem Zusammenhang vom SEPA-Verfahren gesprochen. Das SEPA-Verfahren ist in allen EU-Staaten und weiterhin in der Schweiz, San Marino, Monaco, Lichtenstein, Norwegen und Island nutzbar. Mit dem SEPA-Verfahren wurden nationale Standards bei Zahlungsverfahren durch einen einheitlichen europäischen Standard abgelöst. Ziel war die Vereinfachung für Verbraucher und Verbraucherinnen bei der Abwicklung inter- wie nationaler bargeldloser Zahlungsvorgänge. Am 1. Februar 2014 wurden alle nationalen Lastschrift- und Überweisungsverfahren durch SEPA ersetzt, jedoch wurde eine Übergangszeit von zwei Jahren unter den teilnehmenden Ländern vereinbart. Seit dem 1. Februar 2016 ist das SEPA-Verfahren verpflichtend. Die Angabe einer nationalen Bankleitzahl und einer Kontonummer entfällt und wurde durch die IBAN ersetzt.

Verbraucherinnen und Verbraucher können unter Verwendung einheitlicher Zahlungsinstrumente von einem einzigen Konto innerhalb des SEPA-Raumes bargeldlose Zahlungsverkehrsdienstleistungen durchführen. SEPA bezeichnet dabei einen einheitlichen EURO-Zahlungsverkehrsraum in dem die vormals gültigen nationalen Regelungen für nationale und grenzüberschreitende bargeldlose EURO-Zahlungen vereinheitlicht wurden. Seit dem 1. Februar 2016 ist das SEPA-Verfahren in allen teilnehmenden Ländern des SEPA-Raumes verpflichtend.

Mit der Einführung der Gemeinschaftswährung EURO, verfolgte die EU auch das Ziel den bargeldlosen Zahlungsverkehr europaweit anzugleichen und zu vereinfachen. Seit dem 1. Januar 2008 boten die nationalen Banken und Sparkassen der teilnehmenden Länder des SEPA-Raumes, neben den nationalen Standards für Zahlungsverkehrsdienstleitungen auch europäische Zahlungsinstrumente an. Diese setzten sich aus der IBAN, der International Bank Account Number und der BIC, dem Business Identifier Code zusammen. Die IBAN ist eine Kennzahl, sie dient dazu Sender und Empfänger von Zahlungen innerhalb des SEPA-Raumes eindeutig zu bestimmen. Sie ist vergleichbar mit der nationalen Kontonummer und hat diese letztendlich ersetzt. Der BIC ist ein international standardisierter Code, mit dem Banken und Sparkassen weltweit eindeutig identifiziert werden können. Sowohl die Angabe von IBAN und BIC war zunächst im SEPA-Verfahren verpflichtend. Innerhalb des SEPA-Raumes entfällt jedoch seit dem 1. Februar 2016 die Angabe der BIC. Sie ist nur noch bei Zahlungsverkehrsdienstleistungen außerhalb des SEPA-Raumes notwendig. Mit dem 1. Februar 2014 wurde SEPA verpflichtend in den teilnehmenden Ländern eingeführt. Ab diesem Zeitpunkt mussten Lastschriften und Überweisungen grundsätzlich nach dem SEPA-Verfahren durchgeführt werden. In einer Übergangsfrist bis zum 1. August 2014 war es Sparkassen und Banken möglich, in Absprache mit den Kunden weiterhin Zahlungsaufträge im nationalen Altformat zu akzeptieren. Bis zum 1. Februar 2016 konnten Kunden weiterhin ihre nationale Kontonummer und Bankleitzahl angeben. In diesen Fällen führte die jeweilige Bank oder Sparkasse eine kostenlose Konvertierung von Bankleitzahl und Kontonummer in die IBAN durch. Seit dem 1. Februar 2016 ist allein das SEPA-Verfahren unter Angabe der IBAN für Zahlungsverkehrsdienstleistungen zulässig.

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