IBAN

Bisher war in jedem Land die Kennung von Bankverbindungen anders. In Österreich bestand sie zum Beispiel aus der fünfstelligen Bankleitzahl und der Kontonummer. In verschiedenen anderen Ländern war die Empfängerbank wiederum in der Kontonummer des Adressaten verschlüsselt.

Die Bezeichnung IBAN steht für die „International Bank Account Number“. Es handelt sich um eine international standardisierte Nummer, durch die jedes Girokonto in einem der teilnehmenden Länder eindeutig bezeichnet und definiert wird. Während die IBAN bislang ausschließlich im internationalen Zahlungsverkehr erforderlich war, muss sie seit der Einführung der EU-weiten einheitlichen Überweisung seit Beginn dieses Jahres auf allen Überweisungsträgern angegeben werden.

Ziel der Einführung der IBAN ist die einfachere Abwicklung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs. Dadurch wird ermöglicht, dass einheitlich das Konto, die Bank und das Land des Zahlungsempfängers auf gleiche Weise ermittelt werden können. Die IBAN ist somit eine weltweit gültige Nummer für die Bezeichnung eines Girokontos, die im Zusammenhang mit der Einführung des SEPA-Systemes für Überweisungen seit 2008 schrittweise die bisherige Kontonummer und Bankleitzahl abgelöst hat. SEPA steht für „Single Euro Payments Area“ und benennt den europäischen Zahlraum, bei dem seit 2008 durch einen einheitlichen Zahlungsträger, die SEPA-Überweisung, die bisher gültige EU-Standardüberweisung abgelöst wurde.

Eine IBAN darf nur von einem Finanzinstitut herausgegeben werden, was bedeutet, dass diese nicht von jedermann selbst „erstellt“ werden darf.

Der EBS-Standard (European Banking Standard) regelt noch weitere Punkte, die über den ISO-Standard 13616 hinausgehen. Festgelegt wurde unter anderem, dass alle Zeichen nur in Großbuchstaben dargestellt werden dürfen.

Pro Land wird eine bestimmte Länge der BBAN festgelegt, wobei die IBAN höchstens 24 Stellen haben darf. Sie beginnt grundsätzlich mit dem Länderkennzeichen, wie zum Beispiel AT für Österreich sowie einer daran anschließenden zweistelligen Prüfsumme für die ganze IBAN. Die Prüfziffern haben den Zweck, Fehlüberweisungen zu vermeiden, sodass eine Bank schon bei Entgegennahme eines Überweisungsauftrages die Korrektheit der IBAN prüfen kann. Je nach nationaler Ausprägung von Bankleitzahl und Kontonummer ist die IBAN unterschiedlich lang. Die IBAN eines österreichischen Kontos hat immer 20 Stellen.

Wird die IBAN ohne den ersten Viererblock, also ohne Länderkennzeichen und Prüfziffer gschrieben, spricht man von der BBAN. BBAN ist der letzte Teil der IBAN und steht für „Basic Bank Account Number“, welche die jeweils länderspezifische Bankkontonummer darstellt. Ebenso wurde die Darstellung der IBAN standardisiert, wobei die Festlegung auf eine Viererblockung erfolgte, bei denen die letzte Gruppe eine Länge von bis zu vier Stellen haben kann. Auch gibt es keine Sonderzeichen.

Die IBAN baut sich grundsätzlich wie folgt auf:

  • Zweistelliger alphabetischer Ländercode,
  • zweistellige Prüfziffer für die gesamte IBAN,
  • Basic Bank Acount Number (BBAN), die aus der Bankidentifikation (IID) sowie der Kontoidentifikation (BAN) zusammengesetzt ist.

Dadurch ist es möglich, aus jeder IBAN alle Daten zur Identifikation des Empfängers zu erkennen. Diese können schneller und effizienter als bisher verarbeitet werden.

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