Einlagensicherung

Jede Bankeinlage besitzt ein Ausfallrisiko, wobei die Bank die getätigte Einlage nicht zurückzahlen kann. Durch die Einlagensicherung werden Maßnahmen ergriffen, um das Risiko deutlich zu reduzieren. Das Ausfallrisiko deckt dabei die Einlagen bis zu einer bestimmten Höchstgrenze.

Durch Krisen und schwaches Vertrauen der Kunden in den Bankensektor, wurde innerhalb der EU eine Einlagensicherung vorgenommen. Die jeweiligen Rahmenbedingungen wurden in den letzten Jahren weiter nach oben hin angepasst. Seit der Richtlinie aus dem Jahre 2009 wurde jede Bank innerhalb der Europäischen Union seinen Kunden eine Einlagensicherung von 100.000 Euro gesetzlich zuweisen. Vorher waren es nur 20.000 bzw. 50.000 Euro.
Bei der Einlagensicherung handelt es sich um verschiedene Instrumente beim Kapitalschutz. Dieser reicht von bestimmten Eigenkapitalvorschriften, bis hin zu einem freiwilligen Ausgleichsfonds bei den Banken.
Der eingerichtete Kapitalschutz ist ausgerichtet auf die Insolvenz einer Bank. Wenn dies der Fall ist, werden der genaue Sachverhalt und die Zahlungsunfähigkeit festgestellt. Der Sparer genießt dann den Schutz durch die gesetzliche Einlagensicherung. Dieser garantiert, dass die Ersparnisse bis zu einer Höhe von maximal 100.000 Euro nicht verloren sind, sondern trotzdem ausgezahlt werden können. In diesem Fall tritt die Einlagensicherung in Kraft.
Auch Tages- und Festgeldkonten bei ausländischen Banken (innerhalb der EU) profitieren von der Sicherung und dem gesetzlichen Schutz. Somit ist auch gewährleistet, dass Geldeinlagen nicht nur bei nationalen Banken einem gewissen Schutz unterstehen. Gerät eine Bank in Schieflage und muss eine Insolvenz anmelden, ist das Einlagensystem im jeweiligen Land für die ordnungsgemäße Abwicklung zuständig.
Private Banken bieten oftmals einen zusätzlichen Schutz für die Geldeinlagen ihrer Kunden. Neben der gesetzlichen Sicherung, verfügen diese Banken noch über eine freiwillige Absicherung. Hier legt die jeweilige Bank zusätzlich noch Kapital in einen Fonds, um bei Zahlungsschwierigkeiten einen maximalen Schutz bieten zu können. Dies soll vor allen eine Absicherung für Kunden sein, die mehr als 100.000 Euro bei einer Bank anlegen möchten.
Je höher das vorhandene Eigenkapital einer Bank ausfällt, umso besser ist der Schutz bei einer Zahlungsunfähigkeit gegeben. Das maßgebende Kapital, kann in jeder Bilanz bestimmt und nachgelesen werden. Bei der freiwilligen Sicherung der Bank, hat der Kunde allerdings keinen gesetzlichen Anspruch, sondern ist auf die Kulanz vom Unternehmen angewiesen.

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