Eigenerlag

Als Eigenerlag bezeichnet man einen Vorgang im Barzahlungsverkehr, bei dem man einem Dritten Bargeld mit einer Zweckbestimmung überlässt. Diese Zweckbestimmung kann zur Erhöhung der Guthabens auf einem Konto oder auch zur Verminderung von Schulden dienen. Als Gegenstück zur Bareinzahlung gibt es auch die Barauszahlung.

Besonders häufig kommt der Eigenerlag bei den Banken vor. Einzahler sind hier überwiegend die Inhaber eines Kontos oder Sparbuches. Der Eigenerlag wird üblicherweise an einer Kasse in den Räumen der Bank übergeben oder, bei modernen Unternehmen, am Einzahlungsautomaten entgegen genommen. Hier ist sind als besonderer Kundenservice Einzahlungen auch rund um die Uhr möglich.
Bei einem Großteil der Bareinzahlungen handelt es sich um die Einzahlung von Einnahmen aus dem Einzelhandel. Große Unternehmen beauftragen hierfür meistens einen Sicherheitsdienst, der das Bargeld mit einem Geldtransporter zur Bank transportiert. Dennoch handelt es sich auch bei diesem Zahlungsverkehr um einen Eigenerlag.
Aber auch die Einzahlung von Privatpersonen, die ihr Sparschwein geplündert haben und dieses Geld nun auf ihr Sparkonto einzahlen wollen, tätigen einen Eigenerlag.

Eine weitere Variante der Bareinzahlung ist es eine Rechnung durch einen Eigenerlag zu bezahlen. Für diese Abwicklung gibt es einen Zahlschein, mit dem der Einzahler die Bank ermächtigt die Bareinzahlung an das dort genannte Bankkonto weiterzuleiten. In diesen Fällen geht die Einzahlung zunächst auf das interne Verrechnungskonto der Bank und dann weiter auf das Konto des Empfängers oder das kontoführende Institut.

Auch die Bareinzahlung von fremden Währungen, die man noch aus dem letzten Urlaub übrig hat, sind möglich. Hierbei tätigt die Bank einen Sortenankauf nach dem jeweils aktuellen Ankaufskurs. Der Wert der ausländischen Währung wird dem Konto des Einzahlers gutgeschrieben oder in der inländischen Währung wieder ausgezahlt.

Insgesamt muss die Bank bei der Einzahlung größerer Geldbeträge zur Verhinderung der Geldwäsche den Einzahler zweifelsfrei identifizieren können. Die Annahme einer großen Bareinzahlung unterliegt den gesetzlichen Bestimmungen über Geldwäsche. So soll verhindert werden, dass illegal erhaltenes Bargeld durch die Einzahlung auf einem Konto zu einem legalen Kontoguthaben wird.

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